Fragebogen

Was wird im Fragebogen gefragt?

Der Fragebogen ist in vier Teile gegliedert. Im Folgenden werden diese Teile erläutert und Beispielfragen vorgestellt. Diese Beispielfragen sind keine echten Fragen aus dem Original-Fragebogen. Sie dienen nur dazu, dass Eltern, Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen und andere Interessierte sehen, welche Inhalte im Fragebogen abgedeckt werden und was für eine Art von Fragen im Fragebogen gestellt werden.  Obwohl es bei der späteren Auswertung der Daten nie darum gehen wird, auf einzelne Schülerinnen oder Schüler zurück zu schliessen, könnten die gestellten Fragen teilweise als recht persönlich wahrgenommen werden. Deshalb ist es wichtig zu betonen, dass solche Fragen jederzeit übersprungen oder ausgelassen werden dürfen.

In einem kurzen ersten Teil wollen wir erfahren, wie es den Schülerinnen und Schülern beim Ausfüllen des vorangegangenen Sprachtests ergangen ist.

Beispiel: Wie anstrengend war der Test für dich?

In einem zweiten Teil werden Fragen zur Familie und zum Zuhause der Schülerinnen und Schüler gestellt. Dabei geht es zum Beispiel darum, mit wem die Schülerinnen und Schüler zusammen wohnen, welche Sprache sie zu Hause sprechen und wo sie geboren sind, oder ob sie gewisse Gegenstände zu Hause haben. Mit diesen Fragen wollen wir die soziale Herkunft der Schülerinnen und Schüler abbilden. Erst mit diesen wertvollen Zusatzinformationen können die Ergebnisse der vorangegangenen Tests in einen gewinnbringenden Zusammenhang gebracht werden. In Forschungsstudien hat man herausgefunden, dass starke Zusammenhänge zwischen Bildungserfolg und sozialer Herkunft bestehen.

Beispiele: Habt ihr zu Hause eine eigene Waschmaschine für euch allein? Seid ihr schon mal mit dem Flieger in die Ferien geflogen? Habt ihr zu Hause ein Instrument?

Im grössten und dritten Teil geht es um die Schule und das Lernen. Hier möchten wir gerne erfahren, wie es den Schülerinnen und Schülern in der Schule so geht, wie sie den Fremdsprachen-Unterricht erleben, welche Lesegewohnheiten und Lesestrategien sie haben, wie ihre Motivation zur Erlernung einer Fremdsprache und ihr schulisches Selbstbild ist, wie sie ihre eigenen schulischen Leistungen beurteilen, ob sie Nachhilfe-Unterricht besuchen und wie oft sie digitale Geräte benutzen.

Beispiele: Wie wichtig findest du das Erlernen von Französisch/Englisch für einen späteren Beruf? Wie viel liest du in deiner Freizeit? Redet ihr während Gruppenarbeiten Französisch/Englisch, auch wenn euch die Lehrperson nicht hört? Wie zufrieden bist du mit deinen Leistungen im Deutschunterricht?

Ein weiterer kurzer und letzter Teil enthält Fragen, die sich auf die Unterstützung und die Erwartungen von zu Hause konzentrieren.

Beispiel: Unterstützen dich deine Geschwister bei den Hausaufgaben? Möchten deine Eltern, dass du in der Schule besser wirst?

Der überwiegende Teil der Fragen wird von den Schülerinnen und Schüler auf einem Tablet mit vorgefertigten Antwortmöglichkeiten beantwortet (das jeweilige Kästchen der passenden Antwort kann einfach angeklickt werden). Für die Fragen zum Beruf und der Ausbildung der Eltern füllen die Schüler und Schülerinnen im Anschluss an die Fragen auf dem Tablet vier Fragen auf Papier aus. Dies hat den Vorteil, dass diese überwiegend offenen Fragen von Hand ausgefüllt werden können und nicht mühsam im Tablet eingetippt werden müssen.

Sämtliche Fragen sind zentral, um auf der einen Seite das Umfeld zu Hause und auf der anderen Seite das Umfeld in der Schule, sowie die Lernstrategien, Selbstkonzepte und Motivationen der Schülerinnen und Schülern abzubilden. Mit diesen Informationen erst lassen sich die Ergebnisse der Leistungstests in einen Zusammenhang bringen, der für weitere bildungspolitische Weichenstellungen zentral ist und die Weiterentwicklung des Bildungssystems unterstützt.

Dabei ist die Beantwortung folgender bildungsrelevanten Fragen zentral: Erreichen in einem Kanton signifikant mehr Schülerinnen und Schüler die Grundkompetenzen als in einem anderen Kanton? Kann anhand der Informationen, die Schülerinnen und Schüler im Fragebogen gegeben haben, erklärt werden, weshalb in einem Kanton mehr Schülerinnen und Schüler die Grundkompetenzen erreichen als in einem anderen? Lesen beispielsweise die Schüler und Schülerinnen in einem Kanton viel mehr Bücher? Oder erhalten sie beispielsweise mehr Nachhilfeunterricht? Sind sie im Durchschnitt motivierter?