FAQ

FAQ

Was ist der Unterschied zu PISA? Was ist gleich wie bei PISA?
Im Unterschied zu PISA wird bei der Überprüfung des Erreichens der Grundkompetenzen mit schweizerischen Messinstrumenten gearbeitet. Dies wird aussagekräftigere Daten zur Leistungsfähigkeit des schweizerischen Bildungssystems liefern als es mit einer internationalen Vergleichsstudie möglich ist. Auch haben sich, anders als bei PISA, in den ersten zwei ÜGK-Haupterhebungen alle Kantone mit einer Stichprobe beteiligt, welche Rückschlüsse auf die jeweilige Schülerpopulation zulässt. Ausserdem gilt es im Vergleich zu PISA anzumerken, dass die ÜGK-Erhebungen nicht nur 15-jährige Schülerinnen und Schüler betreffen, sondern je nach Erhebungsjahr auch Schülerinnen und Schüler am Ende des ersten (4. Klassenstufe HarmoS, resp. 2. Klasse) und zweiten Zyklus (8. Klassenstufe HarmoS, resp. 6. Klasse) der Primarschule umfassen. Trotz dieser Unterschiede gibt es aber auch viele Gemeinsamkeiten. Wie seit 2015 bei PISA erfolgt auch die Überprüfung des Erreichens der Grundkompetenzen computerbasiert unter Aufsicht von Projektmitarbeitenden. Bei der ÜGK-Haupterhebung 2016 im Bereich Mathematik haben die Schülerinnen und Schüler den Test am Computer gelöst. Die Schülerinnen und Schüler am Ende der Primarschule, die im Frühjahr 2017 im Bereich Sprachen am Test teilgenommen haben, arbeiteten auf Tablets. Auch bei der ÜGK- Haupterhebung 2020 werden wieder Tablets zum Einsatz kommen. Die Organisation der Erhebungen, die Kontaktaufnahme mit den Schulen und die Kommunikation mit den Beteiligten sind in grossen Bereichen vergleichbar mit PISA. Es war deshalb in der Anfangsphase ausgesprochen hilfreich, dass auf Erfahrung und Wissen zur Durchführung der PISA-Studien zurückgegriffen werden konnte.

Besteht die Gefahr von Schulrankings?
Aufgrund der gewonnen Daten werden Aussagen zur Leistungsfähigkeit des Bildungssystems ermöglicht – dies bis auf Ebene des kantonalen Schulsystems. Dagegen sind – wie bei PISA – keine Aussagen zur Leistungsfähigkeit von einzelnen Schulen möglich. Es gibt keine Schulrankings und die Ergebnisse können auch nicht einzelnen Schülerinnen und Schülern, einzelnen Lehrpersonen oder Klassen zugeordnet werden. Das gilt auch für Kantone, in denen fast alle Schülerinnen und Schüler eines Jahrgangs an der Testung teilgenommen haben. Die ÜGK-Tests dienen also nicht dazu, die Leistungen einzelner Schülerinnen und Schüler zu erfassen (wie z.B. mit dem Stellwerktest), sondern es geht um die Leistungsfähigkeit des Systems. Die Fragen, welche die Schülerinnen und Schüler im Fragebogen beantworten, dienen dazu, Hintergrundinformationen darüber zu bekommen, wie die Leistungsfähigkeit des Systems und auch kantonale Unterschiede erklärt werden können.